Das Anwesen des historischen Unterhammers und seine Geschichte

Das Anwesen Unterhammer im Karlstal ist ein ehemaliges Eisenhammerwerk. Der Unterhammer zählte im 19. Jahrhundert zu den bedeutendsten Eisenproduktionsstätten in der Region.

1727
legt die Familie von Hacke den Grundstein des Eisengewerbes im Karlstal und es entstand im Hammertal nach und nach die Eisenschmelz, Unterer Hammer, Mittlerer Hammer und Oberer Hammer.

1804
tritt die Familie Gienanth das Erbe des Eisenbetriebes von Hacke im Karlstal an. Ludwig Gienanth veranlasst den Bau der Straßen vom Hammertal nach Kaiserslautern.

1821
erbaute die Familie von Gienanth das Herrenhaus, das als Herrschaftssitz dient; hier wohnten u.a. der Verwalter und der Hüttenwerksdirektor.

1823
wird das Wirtschaftshaus erbaut, welches als Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude diente. Der sich auf dem Gebäude befindliche Glockenturm wurde zu dieser Zeit genutzt, um zu den Mahlzeiten zu rufen.

Herrenhaus mit Weiher

1833
kaufte Reichsrat Ludwig von Gienanth in Trippstadt das Dominalgut Trippstadt mit allen Wäldern, Schloss, Gebäuden und Grundstücken. J.L. Gienanth erhält 1835 die erbliche Adels- und Freiherrnwürde.

1857
Bemerkenswert ist nicht nur die technische, sondern auch die soziale Geschichte des Unterhammers. Zu den Firmenaufgaben gehörten neben der Erzgewinnung über die Verhüttung bis hin zur Herstellung unterschiedlicher Produkte aus Eisen auch die Gründung und Unterhaltung der heute ältesten deutschen Betriebskrankenkasse.

1864
wurden die Produktionsanlagen der Gienanth´schen Werke im Moosalbtal infolge verkehrsungünstiger Lage stillgelegt. Als die Familie von Gienanth ihr Stahlwerk in Kaiserslautern gründete entzog man dem Unterhammer seine Bestimmung als Herrschafts- und Verwaltungssitz.

Ab 1870 dienten die Gebäude nach einem Umbau als Beamtenerholungsheim.

1944
Noch während des 2. Weltkrieges etablierte 1944 das Städtische Krankenhaus Kaiserslautern ein Entbindungsheim am Unterhammer. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Arbeiterwohlfahrt den „Unterhammer“ bis etwa 1960 als Sanatorium.

1975
ging das Anwesen in Privatbesitz über.

1997 bis heute
1997 wurde das Anwesen mit Wirtschaftshaus und Kohlenscheune von Vincent M. Verschoor erworben und renoviert.
Er legte den Grundstein für das Gesundheitszentrum mit seiner Praxis für Physiotherapie. In den Folgejahren renovierte er die Räumlichkeiten für ein Café und verschiedene selbständige Praxen aus den Bereichen Gesundheit und Wellness, die nach und nach eröffnet wurden.

2007 wurde das Anwesen von den heutigen Besitzern durch den Erwerb des Herrenhauses mit Stallungen auf der gegenüber liegenden Straßenseite erweitert und umfangreich renoviert.

2009 eröffnen die Besitzer zwei Ferienwohnungen, Privatwohnungen und ein weiterer Wellnessbereich kommt hinzu.

Nach den umfangreichen und liebevollen Rundum-Renovierungen in den Jahren 2000 bis 2010 erstrahlt der Unterhammer in neuem Glanz.
Im Außenbereich können Sie auf Historientafeln die Geschichte der Gienanths und der Eisenproduktion im Karlstal nachlesen.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei uns am Unterhammer im Karlstal
Vincent M. Verschoor und Rosemarie Stollorz

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